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Fremde unerwünscht

Bericht vom 28. Juni 2014

(sko) Grundsätzlich sind Fremde im kleinen Dorf am Rhein stets willkommen, vor allem wenn es sich um Menschen handelt. In den letzten Jahren haben sich aber zahlreiche Fremdlinge aus dem Reich der Botanik angesiedelt, und sie scheinen sich recht wohl zu fühlen.

Aus diesem Grund suchte der für die Neophytenbekämpfung zuständige Gemeinderat Hansruedi Anderfuhren mittels eines in alle Haushaltungen verteilten Schreibens Freiwillige, welche am Samstagmorgen gegen die herzigen, aber unerwünschten Pflanzen vorgingen. Mellikon ist eine der Pilotgemeinden im Kanton, in welchen das Problem der invasiven Neophyten genauer angeschaut wird.

Samstagmorgen, 9 Uhr, ein prächtiger Sommertag kündigte sich an. Ein stattliches Trüppchen von 15 Mellikerinnnen und Mellikern, vom Kindergärtner bis zum Rentner, besammelte sich vor dem Mehrzweckgebäude. Alle ausgerüstet mit guten Schuhen und eben solchen Handschuhen. Hansruedi Anderfuhren teilte den einzelnen Grüppchen ihre Einsatzplätze zu, und dann gings los.

Heute sollte vor allem das ausländische „Berufskraut“ bekämpft werden. Eigentlich ein nettes Blümchen. Bis 50 cm hoch mit zahlreichen Blüten, welche an eine kleine Margerite, von der Grösse eines Fünfräpplers, erinnern. Viele solcher Pflanzen wurden an den sonnenbeschienenen Hängen von Hofstetters Pferderanch und am Bahndamm, bei der SBB-Ueberführung, vor Tagen gesichtet. Dort lag denn auch der Schwerpunkt des Neophytenmorgens.

Die Sonne brannte heiss. Die Melliker Neophyten-Zupfer schwitzten. Gemeinderat Anderfuhren versorgte seine Helfer bestens mit Getränken. Die Leute hielten durch und gegen halb zwölf Uhr war die Aktion beendet. Eineinhalb der vierrädrigen Metallkontainer konnten gefüllt werden mit Pflanzen, welche hier nicht versamen dürfen. Ein toller Erfolg.

Mit Würsten vom Grill und kühlen Getränken wurden die freiwilligen Helfer entlöhnt. Und ein gemütliches Plauderstündchen im Schatten folge obendrein. An selbigem hat man dann auch den Gedanken weitergesponnen, wie es wäre, wenn unsere Nachbargemeinden die Neophytenfrage auch zur Chefsache erklären würden, und dann deren Nachbargemeinden wieder. Aber eben, man hat ja nur ein bisschen darüber geredet. „Schneeballsystem“ ist ja bekanntlich verboten.
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