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Anton Barth

Kopf des Monats November 2012

In der Strichpunkt Ausgabe 08/2012 stellen wir Ihnen Anton Barth, ehemaliger Gemeindeammann aus Rekingen, vor.

Anton Barth ist in Rekingen aufgewachsen, hat sein geliebtes Rekingen auch nie verlassen und hat sein Elternhaus übernommen.

Nach der Oberstufe hat Anton Barth eine 4-jährige Lehre als Elektriker bei der Firma Schnellmann in Bad Zurzach absolviert. Danach arbeitete er in der Sodafabrik als Betriebselektriker und wechselte später zur ABB damals noch BBC. Neben der Arbeit besuchte er die 3 Jahre dauernde Techniker-Abendschule und schloss als Informationstechniker ab.

Bei der Firma ABB war er für die Entwicklung der USV-Anlage (Unterbrechungslose-spannungsversorgungen) zuständig.

Danach suchte Toni Barth eine neue Herausforderung und setzte auf die Informatik und wurde von der Firma EGL in Laufenburg als Projekt Leiter Informatik angestellt, später übernahm er die Leitung der Informatikabteilung.

Noch vor dem Jahr 2000 wurde die Informatikabteilung der Firma EGL in Laufenburg ausgelagert Toni Barth hat mit einem Partner und 7 Mitarbeiter eine Firma gegründet. Dies war sein erster Schritt in die Selbständigkeit.

Die Firma wurde auf über 30 Angestellte ausgebaut. Im Jahr 2002 verkaufte er seine Anteile und liess sich in den Gemeinderat Rekingen wählen.

Toni Barth übernahm einige Beratungsmandate, 2007 wurde er angefragt wieder eine Startup-Unternehmung als Technischer Leiter zu übernehmen, diese startete wieder mit 7 Mitarbeitern und wuchs in knapp einem Jahr auf fast 70 Mitarbeiter. Neben den Gemeinderatsaufgaben, war dies zu viel für seine Gesundheit. Nach einem Herzinfarkt wusste er, dass er sein Leben umstellen muss. Darauf hat er die Firma verlassen. Später gab er auch sein Amt als Gemeindeammann von Rekingen auf, obwohl er dieses Amt, mit seinen Höhen und Tiefen, sehr gerne wahrgenommen hat.

Toni Barth hat nach diesem Herzinfarkt einen Gang runtergeschaltet und wird aus diesen Gründen auch nicht mehr in die Selbständigkeit wechseln, er ist inzwischen als Informatikprojektleiter in einem Schulungsinstitut angestellt.

Zudem gibt er seit seiner Anstellung bei der ABB, Schulungen in Erwachsenenbildungen beim Zentrumbildung Baden-Zurzach und bei einigen weiteren Schulen. Das Unterrichten gefällt ihm nach wie vor sehr gut und es macht ihm Spass, Wissen zu vermitteln.

Zu seinem Hobby zählt Toni Barth auch das Herstellen von Wein zum Eigengebrauch. Ein Hobby, welches er sicher nicht aus finanziellen Gründen angefangen hat, wie er uns schmunzelnd mitteilte, sondern die Degustationen, das gemütliche Zusammensein mit den Nachbarn, machen den Reiz aus.

Das Herstellen von Wein wurde an einem Fest mit dem Nachbarn angeregt, und so wurden die ersten Gehversuche vor rund 10 Jahren mit den Trauben ums eigene Haus gemacht, was ihnen ca. 4 – 5 Liter Wein einbrachte. Nach diesem Versuch wurden die beiden vom Fieber des Wein-Produzierens gepackt. Toni und sein Nachbar holten sich Tipps von einem Bekannten, welcher im Fricktal ebenfalls Hobby-Weinbauer war. So bestellten sie sich zusammen zuerst kleinere Mengen, dann bis zu 450 kg Trauben aus Sizilien. Mit dieser Menge musste auch technisch etwas Neues her; so wurden diverse Gerätschaften angeschaffen, wobei das Pressen aber nach wie vor von den beiden manuell getätigt wurde.

„Zuerst müssen die Trauben entstielt werden, danach werden die guten und die schlechten Trauben getrennt. Die guten Trauben müssen dann im Maischefass ca. 1 bis 2 Wochen gären. Der Gärprozess wird bei unserem Wein nicht gesteuert, wir verwenden keine Chemie. Was dazu führen kann, dass uns der Wein nicht gelingt, wie dies im letzten Jahr geschehen ist, als uns von zwei Fässern eines nicht gelungen sind. In einem solchen Fall lassen wir den Wein in Wislikofen oder Tegerfelden zu Weinbrand brennen. Nach dem Gären werden die Trauben mit der Handpresse gepresst, dann wird der Wein 1 bis 2 Mal im Jahr gefiltert und der Wein ist etwa nach einem Jahr geniessbar,“ so Toni Barth über den ganzen Prozess des Weinherstellens. Er fügt hinzu, dass das wichtigste beim Herstellen des Weines das Degustieren sei und er dieses Hobby aus Plausch und für das nachbarschaftliche Verhältnis macht. Toni Barth und sein Nachbar haben in diesen über 10 Jahren immer mehr Erfahrungen gesammelt; so wurde gewechselt von den sizilianischen Trauben zu den Trauben aus Bari und seit letztem Jahr verwenden sie zum Abfüllen Kartonpackungen und nicht mehr Flaschen, da der Wein nach der Öffnung der Packung, ca. 2..3 Wochen geniessbar bleibt. Aus gesundheitlichen Gründen wurde Toni Barth sogar vom Arzt verschrieben, jeden Tag ein Gläschen Wein zu trinken.

Bei 350 kg Trauben entstehen etwa 200 l Wein. Der Wein wird für den Eigengebrauch, oder für Geschenke und Werbegeschenke verwendet. Aus zeitlichen und lagertechnischen Gründen machen die Nachbarn nur alle 2 Jahre Wein.

Wir bedanken uns bei Anton Barth für das nette Interview und wünschen ihm gute Gesundheit und weiterhin viel Freude bei der Ausführung seines Hobbys.

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